Stressmanagement
Allgemeines
Unser heutiger Lebensstil ist geprägt von Hektik, Zeitnot, Konkurrenzkampf, Globalisierung, Überlastung, Unsicherheit usw. Dies gilt insbesondere für die Arbeitswelt. Der Wettbewerb ist hart, die Zeit meist knapp und die Anforderungen, die sich aus unterschiedlichen Rollen ergeben, sind oft zahlreich und teilweise widersprüchlich.
Dies führt dazu, dass Menschen, als Berufstätige und in Folge auch als Privatpersonen, einem enormen Druck ausgesetzt sind – sie stehen permanent unter Stress. In dem Bemühen, allen Rollen gerecht zu werden, bleibt kaum mehr Raum für Regeneration, Entspannung und Reflexion. Dies wirkt sich langfristig in aller Regel nachteilig aus, auf Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Motivation, zwischenmenschliche Beziehungen, Energiehaushalt und weiteres mehr. Fehlzeiten, Arbeitsunfähigkeit, Depressionen, Burnout können ebenso gut die Folge sein wie ein Herzinfarkt.
Deshalb:
Schulen Sie sich in Stresskompetenz.
Denn wer kompetent ist, kann sicher und überlegt handeln – für mehr Wohlbefinden, Lebensqualität und Leistungsvermögen.
Informatives
- Hans Selye prägte um 1930 erstmals den Begriff „Stress“. Er sagte dazu unter anderem: „Stress ist unser ständiger Begleiter, solange wir leben. ... Manchmal geht uns seine Anhänglichkeit auf die Nerven; dennoch verdanken wir ihm jeden persönlichen Fortschritt und erreichen durch ihn immer höhere Stufen geistiger und körperlicher Weiterentwicklung. Er ist die Würze des Lebens.“
- Stress ist immer von einer messbaren körperlichen Reaktion begleitet.
- Das Stresserleben ist individuell und situationsbedingt unterschiedlich.
- Evolutionsgeschichtlich war Stress überlebensnotwendig.
- Die Art der Stressoren hat sich geändert.
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Der Mensch reagiert auf zweierlei Weise auf Stress:
- Kurzfristig dominiert das (Nor-)Adrenalin und seine Wirkungen,
- langfristig spielt das Kortisol die Hauptrolle.
- Zu viel Kortisol wirkt langfristig als Zellgift und „Altmacher“.
- Querschnittsstudien zeigen einen engen Zusammenhang zwischen Intensität und Häufigkeit des Stresserlebens mit dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden.
- Durch Maßnahmen zur Stressbewältigung lassen sich subjektive wie objektive Veränderungen herbeiführen.
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Instrumentelles Stressmanagement zielt darauf ab, Stressoren zu reduzieren oder auszuschalten.
Kognitives Stressmanagement hat als Ziel die Änderung von persönlichen Motiven, Einstellungen und Bewertungen.
Regeneratives Stressmanagement zielt auf eine längerfristige und abrufbare Erholung durch regelmäßige Entspannung und Bewusstseinsschulung ab.
Ziele
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Sensibilisierung und Wahrnehmung:
- Identifizierung und Erkennen eigener Stressoren und Stresssituationen
- Wahrnehmung eigener Grenzen, Einstellungen und Verhaltensmuster
- Erkennen von Burnout-Signalen
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Reflexion:
- eigene Handlungsmuster und Reaktionsweisen sowie deren Auswirkungen erkennen
- Bewertungsmuster bewusst machen und Stress erzeugende Bewertungen erkennen
- Einstellungen und Glaubensmuster identifizieren
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Erweiterung der Handlungskompetenzen:
- Problemlösestrategien, Arbeitsorganisation, Zeitmanagement
- Stress mindernde Bewertungen aufbauen
- Erwerb sozial-kommunikativer Fähigkeiten
- Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung integrieren
- Entspannungsverfahren verinnerlichen
- Wissenserwerb über Stress reduzierende Strategien
